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Mschatta Lounge

„Mschatta Lounge“ - Konzertreihe

Juni bis September 2019

Mit der Konzertreihe „Mschatta Lounge“ als neuem Kooperationsprojekt des Museums für Islamische Kunst im Pergamonmuseum gemeinsam mit Piranha Arts soll eine transkulturelle Plattform entstehen, die durch musikalischen Ausdruck die heutige Vielfalt der Gesellschaft im Wandel abbildet. Wie kein zweites Haus bietet das Museum für Islamische Kunst das besondere Potential, diese gesellschaftliche Vielfalt zu repräsentieren.

Lokale Musiker_innen werden eingeladen, ein ausgewähltes Objekt der Ausstellung mit ihrer musikalischen Sprache zu interpretieren. Die dabei entstehenden Kompositionen werden auf mehrfache Weise in Szene gesetzt.

Folgende Künstler_innen sind Teil der Konzertreihe „Mschatta Lounge“ :

Dima Orsho & Friends

Donnerstag, 13. Juni 2019

Die Konzertreihe „Mschatta Lounge“ wird von Dima Orsho & Friends eröffnet. Um das ausgewählte Objekt, das Aleppo Zimmer, zu würdigen, schrieb Dima Orsho ein neues Stück, in dem sie ihre emotionale Verbindung zu diesem als ein seltenes und atemberaubendes Artefakt ausdrückt. Dieses Stück wird am 13. Juni zusammen mit den Musikern Manfred Leuchter, Bodek Janke und Basilius Alawad uraufgeführt.

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Besetzung:
Dima Orsho - Gesang
Manfred Leuchter - Akkordeon
Bodek Janke - Percussion
Basilius Alawad - Cello
Milad Khawam - Duduk

Bukahara

Donnerstag, 20. Juni 2019

Bukahara sind ein sensationelles Juwel in der deutschen Poplandschaft. Eine Band. Vier Musiker. Drei Kontinente. Stimmen und Songs, die eine geradezu magische Anziehungskraft erzeugen.

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Den Bandnamen zu ergründen scheint ähnlich unmöglich, wie sich bei dieser außergewöhnlichen Band auf ein einziges Genre oder eine dogmatische Schublade festzulegen. Bukahara erfinden ihren eigenen Sound - befreit von Klischees und Konventionen. Das Konzept ist das gezielte Durchbrechen von musikalischen Grenzen, um den unterschiedlichen kulturellen Wurzeln und Identitäten innerhalb der Band Ausdruck zu verleihen. Bukahara vereinen die Freude am Mischen von Stilen mit den instrumentalen Fähigkeiten akademischer Musiker. So entsteht eine weltläufige, entspannte, aber dennoch raffiniert gespielte Popmusik, die in Deutschland selten geworden ist. Mit dem Einsatz von Geige, Kontrabass, akustischer Gitarre, unterschiedlichster Perkussion und Posaune sorgen Bukahara für eine ganz eigene Note in Folk, Weltmusik und Pop. Da erklingen zwischen Gypsy-Jazz, Balkan-Sound und Swing auch gerne mal Songs, wie sie die frühen Mumford & Sons geschrieben haben könnten.
Dass Swing, Folk, Reggae und Arabic–Balkan keine Widersprüche sein müssen, beweisen die Multi-Instrumentalisten mit viel akustischer Gewandtheit und großer Leidenschaft. Ihnen gelingt dabei ein Spagat zwischen ansteckender Leichtigkeit und enthusiastischer Hingabe. Da bestimmt schon mal eine Geige die Harmonie, eine Posaune probiert sich als Tuba und dann, auf einmal, sitzt der singende Gitarrist hinterm Schlagzeug. Es ist der Impuls, der den Sound regiert – und der damit das Herz der Hedonisten unter den Musikliebhabern höher schlagen lässt.
Bukahara widersetzen sich dem digitalenTrend und bleiben analogen Klängen treu – zur Freude der Zuschauer. Authentisch, verwegen und gewitzt scheinen sie im Handumdrehen mit Ihrem Publikum zu einem schwingenden Ganzen zu verschmelzen - "denn wenn wir spielen, dann wird getanzt", so Max von Einem (Posaunist). Und wer dann einmal den Bukahara-Live-Kosmos betritt, sollte mit dem Gedanken sympathisieren, dass das einzig Zuverlässige das Unerwartete ist...und was kann man mehr von einem Konzert erwarten…!?
Nur der Bandname bleibt den meisten Beobachtern noch ein Rätsel - er ist in keinem Wörterbuch der Welt zu finden. Angeblich stammt er von einem betrunkenen bulgarischen Akkordeonspieler in Slovenien. Das haben Bukahara zumindest mal in einem Radio-Interview erzählt. Und dann muss es ja stimmen…. Oder?
Besetzung:
Soufian Zoghlami - Leadgesang, Gitarre, Schlagzeug
Ahmed Eid - Bass, Percussion
Daniel Avi Schneider - Geige, Mandoline
Max von Einem - Posaune, Sousaphon, Schlagzeug

Cyminology

Donnerstag 29. August 2019

Das Berliner Quartett Cyminology verbindet persische Lyrik und kammermusikalische, zeitgenössische Musik: Ost und West, Alt und Neu in berührender Synthese. Die subtile, doch dynamische und sanft pulsierende Musik der Gruppe (gegründet 2002) entsteht aus dem Klang der persischen Sprache heraus.

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„Phoenix“ (Frühjahr 2015) ist bereits die dritte Veröffentlichung der Band für das Münchner Label ECM. Cyminology wird auf diesem Album bereichert durch Gastmusiker Martin Stegner (Viola, Berliner Philharmoniker).
In den Kompositionen von Cymin Samawatie verschmelzen die Klangfarben des Impressionismus mit der Lebendigkeit des zeitgenössischen Jazz. Sie vereint neue Kompositionsstrukturen mit Kammermusik, freie Improvisationen und Minimalismus mit persischer Lyrik von Rumi, Hafis und Khayyam. Das neue Album „Phoenix“ widmet sich vor allem der persischen Dichterin des 20. Jahrhunderts Forough Farrokhzaad. Cyminology erschafft einen Raum, in dem sich postmigrantische europäische Kultur in Musik und Poesie ausdrückt. Es ist ein spannungsreiches Erlebnis, Cyminology live zu hören und die einfühlsame Interaktion des Ensembles zu erleben.
Besetzung:
Cymin Samawatie - Gesang
Benedikt Jahnel - Piano
Ralf Schwarz - Bass
Ketan Bhatti - Schlagzeug

Masaa

Donnerstag, 12. September 2019

Bei MASAA verweben sich tiefempfundene arabische Verse und zeitgenössischer Jazz, gehen Abend- und Morgenland in bisher nicht dagewesener Schlüssigkeit eine lyrische Liaison ein.

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Ihr bahnbrechendes Konzept haben MASAA auf bislang drei Alben umgesetzt, dem Debüt "Freedom Dance" (2012), dem Nachfolger "Afkar" (2014) und dem derzeitigen Album "outspoken" (2017), für das sie mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet wurden. Rabih Lahoud wurde für dieses Album für den ECHO Jazz in der Sparte "bester nationaler Sänger" nominiert. Bereits im Gründungsjahr 2012 gewannen sie den Bremer Jazzpreis. In den folgenden Jahren gingen 2 weitere wichtige Weltmusikpreise Deutschlands an sie: Der Publikumspreis des Creole-Wettbewerbs (2013) und die Förder-RUTH des TFF in Rudolstadt (2015).
Von Beginn an ist es der Band ein großes Anliegen gewesen, ihre Arbeit nach außen zu tragen: MASAA haben erfolgreiche Tourneen durch Afrika und in Lahouds Heimat Libanon absolviert; im Sommer 2015 startete ihr Teamwork mit der israelischen Sängerin Yael Deckelbaum. Mit dieser Zusammenarbeit setzen MASAA ein Signal für die Unterstützung des Friedensprozesses zwischen jüdischer und arabischer Kultur. Ab 2019 werden sie in klanglicher und personeller Neuausrichtung auftreten. Anstelle des Pianisten Clemens Pötzsch wird nun Reentko Dirks mit der Doppelhals-Gitarre in die Band einsteigen - ein außergewöhnlich vielseitiger Gitarrist, der in der Klassik, im Pop wie auch in der Weltmusik zu Hause ist. Er ist ein Forscher von bisher unbekannten Klängen auf der Akustikgitarre und wird den neuen Sound von Masaa mit seinem Stil auf besondere Weise prägen.
Besetzung:
Rabih Lahoud - Gesang
Marcus Rust - Trompete
Reentko Dirks - Gitarre
Demian Klappenstein - Schlagzeug

Karmatürji

Donnerstag, 19. September

Die Berlinerin Dj und Producer İpek İpekçioğlu, der Multiinstrumentalist Ceyhun Kaya und die kulturverwirrte Sängerin Petra Nachtmanova stellen ihre neue und innovative Kooperation vor: ein sowohl kraftvoller als auch feinfühliger Mix aus uralten anatolischen Liedern, lebenden und toten Sprachen, und elektronischen Sounds, der neue musikalische Welten öffnet.

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İpek İpekçioğlu, international bekannte Dj, Produzentin und Kuratorin aus Berlin ist berühmt für ihre speziellen Tunes, einen mitreißenden Mix aus anatolischen sowie ethnischen und MidEast- Elektro-Sounds. Sie versteht es, ihr Publikum mit dieser Mischung, genannt EthnikFolkElektronikMix mitzureißen, sei es in der Berliner Clubszene als auch Weltweit. Auch bekannt durch ihren Einsatz in der Queerszene, lässt die türkeistämmige Dj Statements zu Themen wie Gleichberechtigung für Frauen, Migration, kulturelle Diversität und weitere sozialpolitische Ideen in ihre Musik einfließen.
Petra Nachtmanova hat polnisch/tschechische Wurzeln und wuchs in Wien auf, bevor sie im Jahr 2008 nach Berlin zog. Schon während ihrer Kindheit entdeckte sie ihre Leidenschaft für fremde Kulturen und Musikstile. Inspiriert von Liedern und Gedichten des blinden türkischen Barden Asik Veysel, begann sie im Jahr 2010 mit dem Spiel der Baglama (Langhalslaute) und dem Singen alter anatolischer Lieder, vor allem in türkischer Sprache. Die Lieder, die auch als eine Art Volksphilosophie gesehen werden, handeln von Exil und Unrecht, aber natürlich auch von Liebe. Nachtmanovas authentisches Auftreten und ihre berührende Performance brachte sie bereits in Fernseh- und Radioprogramme der türkischen Musikszene.
Ceyhun Kaya aus Istanbul begeistert durch sein Improvisationstalent an der Klarinette, am Sopransaxophon und an vielen weiteren. Einzigartig lässt er verschiedenste Sounds aus dem Kaukasus und Anatolien miteinander verschmelzen und versteht es gleichzeitig gekonnt, seinen eigenen Stil und Background auf minimalistische und zeitgenössische Art und Weise in die Stücke hineinfließen zu lassen.
Besetzung:
İpek İpekçioğlu - Live-Elektronik
Petra Nachtmanova - Gesang & Bağlama
Ceyhun Kaya - Klarinette

Milad Khawam

Donnerstag, 26. September

Milad Khawam ist Trompeter, Duduk-Spieler und Komponist aus Syrien/Damaskus mit Sitz in Berlin.
Er studierte klassische und arabische Musik in Damaskus und spielt seit 2010 als erster Trompeter mit vielen Orchestern zwischen Europa und dem Nahen Osten. Ende 2015 zog er nach Berlin und spielt seitdem als Solist mit verschiedenen Gruppen auf vielen deutschen Festivals, wie dem Morgenland Festival (2016) und dem Karneval der Kulturen (2016).

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Er komponierte den Original-Soundtrack des Kurzfilms „No Monsters in Berlin", der mit dem Grand Jury-Preis „Diversity" in Cannes Short Film Showcase 2017 ausgezeichnet wurde. 2018 begann Milad Khawam seine eigenen Kompositionen auf zahlreichen Festivals in Deutschland zu veröffentlichen, z. B. beim Xjazz-fest Berlin 2018 und dem Fusion-Fest 2018. Daneben liebt er es elektronische Musik zu produzieren und sie mit der Trompete solo zu begleiten. Diese Musik konnte man auf viele Konzerten im letzten Jahr in Berlin hören und erleben.
In letzter Zeit widmet sich Milad Khawam verstärkt der Arbeit an seinem neuen Album "To the West“.
Im Rahmen von Mschatta Lounge tritt er in folgender Besetzung auf:
Milad Khawam - Trompete
Hasan Alnour - Qanun
Wesam Krema - Keys
Ahmed Eid - Kontrabass
Salam Alhassan - Percussion
Arne Müller - Drums

Jedem/r Künstler_in wird zum einen die Möglichkeit geboten, ein Konzert im gleichnamigen Mschattasaal zu geben, das neben dem eigenen Repertoire auch die Objektkomposition beinhaltet und diese erstmalig live zur Aufführung bringt. Zum anderen werden die neu entstandenen Titel in die Ausstellungen integriert und so für Individualbesucher_innen und über das Konzert hinaus erlebbar gemacht. Außerdem werden die Aufnahmen mit Ansichten des jeweiligen Ausstellungsobjekts auch online verfügbar sein, sodass auch diejenigen, die das Museum nicht besuchen, dazu eingeladen sind, die Objekte durch die Musik zu erfahren.

Durch diese vielfältigen Zugänge und Perspektiven soll Musik als positive Migrationserfahrung erfahrbar gemacht werden. Viele Instrumente der klassischen und modernen Musik haben ihre Vorfahren im Nahen Osten, ob Gitarre, Klavier, Geige, Klarinette oder Oboe. Im Museum für Islamische Kunst finden sich zahlreiche Abbildungen dieser. Ohne Kulturaustausch hätte die heutige Musik nicht entstehen können. Musikalische Kollaborationen und sogenannte Fusion-Musik bringt uns heute diese gegenseitige Befruchtung in Erinnerung und führt sie in unserer Zeit entsprechend fort.

Eine Veranstaltung von:

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